Startseite Rex Kontakt Impressum Disclaimer

"Bauen ist immer auch öffentlich" Zitat hier

 

Hier auf diesen Seiten erfährt man, was beim Hausbau alles schieflaufen kann. Das Fazit vorweg: ziemlich ALLES...
 

15 Jahre Gelbes Elend...

Schnappschuss aus dem Jahre 2002: Die Ratten haben  gerade das sinkende Schiff verlassen - und wir (anfangs drei Erwachsene und zwei Kinder) mussten in ein Haus einziehen, das vom Gesundheitsamt als "eigentlich unbewohnbar" eingestuft wurde... Mit diesem Haus haben wir unsere Lebensgrundlage verloren. Hier geht es mir darum aufzuzeigen, dass dieses Bauwerk, ein Lügengebäude par excellence, das politische System Bundesrepublik widerspiegelt. Wie, du hast ein gutes Haus und du lebst gut in diesem System? Gratulation. Nimm ein anderes Beispiel. Du gehörst zu den tausenden Autofahrern, die eines der tollen deutschen Autos fahren. Weltniveau, made in Germany. Aber unter Haube stinkt´s, und was hinten rauskommt, stinkt. Aber es fährt sich gut, du sitzt bequem. Dennoch: Du bist betrogen worden, angeblich bekamst du ein Auto, dass unter der Haube sauber ist... Die Kriminellen, die dich betrogen haben, werden nicht strafrechtlich verfolgt. Im Gegenteil: Bei der "Dieselkonferenz" Anfang August 2017 konnten sie eine Art "Vergleich" diktieren. Warum ist das so? Der "Staat" hat den Betrug über Jahre augenzwinkernd durchgehen lassen, man ist mit beteiligt. Und der jeweilige Generalstaatsanwalt (in den jeweiligen Bundesländern) untersteht dem jeweiligen Justizminister (oder Senator für Justiz usw.), er ist also weisungsgebunden, und er gibt wiederum - als GENERAL-Staatsanwalt - die entsprechenden Weisungen an die untergeordneten Staatsanwälte weiter. Tja, und ein Gericht kann keine Anklage erheben....  Aber sind die Richter wenigstens unabhängig? Pro Forma schon. Die höchsten Gerichte tanzen auch in dieser Liga. Aber für den Normalbürger schweben sie über den Wolken. Was darunter ist, bewegt sich nur selten frei in diesem korrupten System. Und wie werden Richter überhaupt benannt? Überleg mal... Ah, weißt du nicht. Aber du glaubst es, wenn Politiker immer wieder diese Leier herunterbeten, Rechtsstaat, unabhängige Justiz.... Das Richterwahlverfahren spricht jedenfalls auch nicht für eine wirkliche Unabhängigkeit. Zitat Wikipedia:

Das Richterwahlverfahren wird immer wieder kritisiert, insbesondere wird die mangelnde Transparenz des Verfahrens bemängelt und dass bei der Wahl neben der fachlichen Qualifikation auch die parteipolitische Ausrichtung der Kandidaten eine Rolle spiele. Dementsprechend forderten z. B. die Präsidenten der Oberlandesgerichte und des Bundesgerichtshofs auf ihrer Jahrestagung 2002 unter anderem, dass die Bundesrichter in einem transparenten Verfahren ausschließlich aufgrund ihrer persönlichen und fachlichen Eignung zu berufen seien. Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Böckenförde spricht von „Parteipatronage“ und „personeller Machtausdehnung der Parteien“.

Bundesrichter usw. Und was ist mit den ganzen unteren, normalen Gerichten? Da wird auch mal schnell ein Richter ausgewechselt, um ein Urteil zugunsten eines Betrügers aus dem Hut zaubern zu können... Siehe Dokumentenrevue, Seite 7 (etwas weiter unten).

    
                    


............................................................................
......

 

Wenn Betrug zum "marktgerechten Verhalten" wird.....

Sommer 2017. 15 Jahre wohnen wir nun schon in diesem Haus, ohne dass die zahlreichen, schwerwiegenden Baumängel wirklich beseitigt bzw. abgegolten wurden. Das widerspricht der europäischen Menschenrechtskonvention - da die Bedingungen nach "Fertig"-Stellung des Hauses teilweise gesundheitsschädlich bis lebensgefährlich sind, möchte ich von Verbrechen gegen die Menschlichkeit sprechen. Man versucht, diesen Rechtsfall zu lösen, in dem das Opfer auf die zeitliche Streckbank gefesselt wird, bis es irgendwann krepiert. Nicht ganz erfolglos. Unrecht ist schwer zu ertragen,  oft schlafe ich nur drei, vier Stunden in der Nacht. Wenn ich mich hinlege, beginnt die innere Unruhe. Der Versuch, Ruhe zu finden, wird zur Folter.

Es begann mit einem schweren Fehler. Ich war so naiv, auf einen falschen "Architekten" hereinzufallen, ein Psychopath, der lügt, wenn er den Mund aufmacht...

Die Frage ist allerdings: Warum wird ein Mensch, der beim Hausbau betrügt, so umfassend gedeckt? Zunächst die Baufirma Schmohl + Sohn. Die muss gewusst haben, oder sehr schnell gemerkt haben, dass dieser Reinhard Klinge aus Potsdam kein Architekt. Also konnte man pfuschen, dass sich die steine verbogen. Kellerabdichtung? Klar, eine schwarze Wanne, verrechnet mit etwa 21000 Deutsche Mark, in verschiedenen Positionen versteckt. Wert der tatsächlich erbrachten Leistung (ein zwecks Täuschung mit Gaze unterlegter schwarzer Anstrich) etwa 1500 DM - völlig wasserdurchlässig. In der Fotorevue zu bewundern... Das Mauerwerk mit chaotisch gesetzten Steinen, teilweise mit Lücken, in die man zwei Finger stecken kann, siehe Fotorevue, "akzeptierte" der falsche Architekt. Musste er wohl auch, denn sonst wäre er aufgeflogen. Und so weiter. -

Müsste ein krimineller Spinner, der vom Bau keine Ahnung hat, der hemmungslos täuscht und betrügt, nicht aber trotzdem, bald auffliegen? Sollte man meinen. Wie gerade gesehen, spielte die Baufirma beim Betrug mit, und umgekehrt, er spielte mit, eine Win-Win-Situation für Kriminelle. Aber wie ist es zum Beispiel mit dem Prüfstatiker?  Er hat tatsächlich auch heute noch eine "staatliche" ( = hoheitliche) Aufgabe. Immerhin: Zusammenfallen sollen die Häuser nicht gleich... Die Standsicherheit des Gebäudes muss attestiert werden. Das ist auch bei uns der Fall gewesen, wenn auch offenbar an der Grenze, die Statik erfüllt gerade mal die unterste Bedingung der Norm. Sonst aber: "Augen zu". In unserem Falle teilte der Prüfstatiker zum Beispiel dem "Architekten" und der Baufirma per Brief mit, dass vor Baubeginn bestimmte Unterlagen vorliegen müssen, ansonsten dürfe mit dem Bau NICHT begonnen werden (siehe Dokumentenrevue Seite 5). Das interessierte aber weder "Architekten" noch Baufirma - keines diese Papiere lag bei Baubeginn vor: kein Bodengutachten, keine Ausführungspläne usw.  Warum auch... Der Prüfstatiker teilt nur mit, nachschauen muss er nicht... Vielleicht darf er auch gar nicht nachschauen... Die Frage ist doch aber: Wie viel zusätzlicher Aufwand wäre notwendig, sich die Akte mit den Unterlagen vorlegen zu lassen, diese durchzublättern und wenigsten mit ein paar Stichproben reinzustochern? Zumal der Bau"Herr" ja den Prüfstatiker ohnehin bezahlen muss, nach meiner Erinnerung bezahlte ich etwa 7000 DM, und dieses bisschen mehr Nachschauen hätte mit vielleicht mit 100 DM zu Buche geschlagen wäre. Und selbst 200 DM hätten in dem Gesamtbudget keine Rolle gespielt... Aber DIESE Freiheit hatte ich nicht, und ich wurde nicht gefragt, ob ich diese, vom Staat so großzügig geschenkte Freiheit, auf fast jede Kontrolle zu verzichten,  auch nutzen möchte. Sie wurde mir einfach "geschenkt", diese Freiheit... Die Freiheit des Opfers, das dann den Raubtieren vorgeworfen werden kann.

Der Politiker Ralf Hillenberg, SPD, von Beruf Baulöwe (!),damals - im Jahr 2009 - Vorsitzender des Petitionsausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses, erklärte das so, Schreiben vom 24. September 2009 an mich:   

 "Die Bauordnung für Berlin (BauOBin) vom 29. September 2005, zuletzt geändert am 7. Juni 2007, reduziert den Regelumfang und die Regeldichte im Bauordnungsrecht. Sie verfolgt das Ziel, den Bürgerinnen und Bürgern mehr Freiräume zu geben, die Bürokratie zu verringern und durch die wesentliche Reduktion der Genehmigungsverfahren die Verwaltung von unnötigen Vollzugsausgaben zu entlasten." (Geschäftszeichen der Petition: 4995/16) 

Hier wird deutlich, dass bewusst Freiräume für Baukriminelle geschaffen wurden, wobei das gerade angeführte Beispiel auch wirklich nur ein Beispiel ist...

Um den tieferen Sinnzusammenhang zu verstehen, passt es doch sehr gut, dass die Schmohl + Sohn Bauunternehmung den Berliner Senat und diverse Berliner Bezirksämter, auch das Bezirksamt Pankow, als "bedeutende Kunden" benennt. Da wäre es doch unpassend, wenn der Prüfstatiker, den mir das Bezirksamt Pankow auf meine Kosten geschickt hat, genauer hinschauen würde. Diese Reduzierung des Regelumfanges und der Regeldichte bezeichnen diese Herren als "Deregulierung". Hört sich gut, nach mehr "Marktwirtschaft" und '"Freiheit".

Dass die Macht von persönlichen, sich verquickenden Interessen und die Macht des Geldes das System korrupt machen, erkennt man schon im Groben, gewissermaßen aus der Ferne in Verbindung mit den milliardenschweren Großprojekten, was schon damit beginnen kann, dass solche Projekt oft sinnlos oder überflüssig oder überdimensioniert sind, Beispiel: der Riesenbahnhof "Stuttgart 21". Der Bahn fehlt überall Geld, so wurde (als Beispiel!) die Berliner S-Bahn soweit ausgequetscht, dass sie nicht mehr normal funktionieren kann. Aber für den einen Bahnhof in Stuttgart, werden Milliarden bereit gestellt, wobei (wie bei allen Großprojekten)  die ersten Kostenvoranschläge erst einmal der (korrupt abgesprochenen) Täuschung dienen, um dann immer weiter zu steigen, das kann bis ins Zehnfache gehen. Die "Kosten" sind indessen nur Kosten für "den Steuerzahler", aber für die Baufirmen und andere Beteiligte (also vor allem auch diejenigen, die den Firmen die Aufträge zuschieben) sind das immer Erlöse bzw. Gewinne. Die Süddeutsche Zeitung hat am 2. August 2011 hierzu einen bemerkenswerten Artikel veröffentlicht, siehe hier: http://www.sueddeutsche.de/politik/ueberteuerte-grossprojekte-auf-luegen-errichtet-1.1127004 .  Zitat: "Offensichtlich haben mehrere Generationen von Projektmanagern nichts dazugelernt - ...  Die systematische Unterschätzung von Kosten zahlt sich aus, und zwar für denjenigen, der daran verdient." Als dieser Artikel geschrieben wurde war die mit den gleichen Viren sich füllende Pestbeule "Berliner Flughafen" noch nicht geplatzt...

Auch Buchautoren setzen sich mit dem Thema auseinander, Infos zum Beispiel hier: https://www.bauwesen.co/bauunwesen/kapitel-4-staats-bau-unwesen  (kopiert im Februar 2017). Grundlage ist das Buch "Deutsches BauUnwesen - Eine staatlich verordnete Misswirtschaft" von Bernd Lauber, Hans Kranz, Bernd Hanke. Zitat aus der gerade erwähnten Internetseite:

"Für das Kapitel 3 habe ich Menschen in der Schweiz, in Hongkong und in Singapur getroffen und befragt. Sie wollten wissen, wofür meine Recherchen denn seien. Es war sehr schwer, ihnen das zu vermitteln. Die Tatsache, dass der Exportweltmeister und wirtschaftliche Musterknabe seine öffentlichen Bauprojekte nicht meistert, passte einfach nicht in das Bild meiner Gesprächspartner von Deutschland. Das muss ein anderes Land sein, das seinen Reichtum und die Arbeit seiner Bürger in sinnlosen und ausufernden Bauprojekten verschwendet. Oder zumindest nur ein Teil von Deutschland, der derartige grundlegende Fehlkonstellationen wie ein BauUnwesen hat. Dieser Teil ist eine Art Absurdistan auf deutschem Boden. Was bei uns in Deutschland läuft, ist für Außenstehende völlig absurd. Wir haben uns daran gewöhnt, sind heimisch geworden in diesem Absurdistan. Das Tückische daran ist die Expansionskraft von Absurdistan."

In dieses System sind wir, eine anfangs fünfköpfige Familie, also geraten. Diese Folter, unter der wir seit 15 Jahren leiden, unter der auch viele andere Familien leiden, hätte sich leicht vermeiden lassen. Wenn man uns zum Beispiel gefragt hätte: "Wollen Sie, dass der Prüfsstatiker hinschaut, ob alle notwendigen Unterlagen eingereicht wurden? Kostet zusätzlich 150 DM... Hätte er hinschauen müssen und festgestellt, dass sämtliche vorgeschriebenen Unterlagen, für die der Architekt verantwortlich ist, fehlen, dann wäre der falsche Architekt vor Baubeginn aufgeflogen.

 

XXXXXXXXXXXXXXXX  Ist noch in Arbeit, wieder mal...

Ist die Korruption nur ein systemischer Verstoß - oder ist sie systemimmanent? Die "Marktwirtschaft" hat ihre Überlegenheit gegenüber der kommunistischen/sozialistischen Zentralwirtschaft bewiesen... aber sie ist, beschleunigt durch den Wegfall dieser Konkurrenz, auch gescheitert. Es sieht jedenfalls nicht so aus, als könne sie "gerettet" werden. Die idealtypische Form der Marktwirtschaft hat der Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek in seinem 1944 erschienenen Buch The Road to Serfdom beschrieben, in der deutschen Fassung wurde der Titel später mit "Der Weg zur Knechtschaft" übersetzt, ein Hohelied auf den klassischen Liberalismus und Individualismus und eine Abrechnung mit der zentralen Planwirtschaft. Hayek befürwort dabei aber keineswegs die Anarchie eines "laissez-faire" bzw. eines freien Raubkapitalismus, sondern eine klare Trennung zwischen "Staat" und "Wirtschaft", wobei der Staat sich zwar vom Wirtschaftsgeschehen weitgehend fernhält, aber die marktwirtschaftlichen Regeln schafft, für die Einhaltung dieser Regeln sorgt (auch durch eine unabhängige Justiz) und diese Regeln gegebenenfalls immer wieder anpasst. Theoretisch ein durchaus faszinierender Gesellschaftsentwurf. Die Welt wäre  ärmer ohne Hayeks Buch, denn er hat "die Marktwirtschaft" (als real zu gestaltendes System) zu Ende gedacht... Sein Buch ist ein Meilenstein in der gesellschaftspolitischen (geistigen) Auseinandersetzung.  Hayeks Modell setzt allerdings voraus, dass die Trennung von Wirtschaft und Staat samt Gewaltenteilung funktioniert, und dass eine unabhängige Justiz auch noch einmal alles überwacht. Offiziell ist das auch so, funktioniert auch perfekt - als Täuschung, vergleichbar der Betrugssoftware der Autoindustrie, die aller Welt millionenfach normgerechte Abgaswerte vorgaukelte. Allerdings schon lange nicht mehr für jene, die nur ein wenig genauer hinschauen. Die schmutzigen Wolken breiteten sich ja immer mehr aus. Eines der Argumente für das optimale Funktionieren der Marktwirtschaft war, dass "Leistung" belohnt und "Fehlleistungen" (finanziell) bestraft werden. Und das funktioniert auch tatsächlich, aber so wie ein menschlicher Körper, der von Pestbeulen übersät ist, auch noch funktioniert. Die Pestbeulen gehören zum System. Zu dem System gehört inzwischen auch, dass regelmäßig diejenigen, die die größten Schiffe bis auf den Grund versenken, die größten Abfindungen, die größten Belohnungen erhalten, wenn sie die von ihnen versenkten Schiffe verlassen. Als wären sie gewiefte Versicherungsbetrüger, die für die von ihnen verursachten Verluste riesige Abfindungen erhalten. Oder - als als wüssten diese Typen immer zu viel, als erhielten sie riesige Summen für ihr Schweigen... Es ist erstaunlich, dass "das Volk" solchen Anmaßungen wie hypnotisiert zuschaut. Vielleicht ist der überall hingeworfene Müll, das herumliegende Glas zertrümmerter Bierflaschen, Selbstmorde, bestimme Krankheiten und anderes mehr unbewusste Reaktionen auf den dreckigen Oberbau. Der Dreck, der oben in der Gesellschaft zu erkennen ist, spiegelt sich auf diese Weise unten in der Gesellschaft wider.

Ich schreibe hier keine Doktorarbeit, ich folge meiner Lebenserfahrung (zu der - im Jahre 1970 - auch der Abschluss des Studiums der Volkswirtschaftslehre gehört), den beobachteten Tatsachen - und ich folge auch meinen logischen Schlussfolgerungen. Ich kann auch kein alternatives Gesellschaftsmodell bieten. Das kann man nicht aus der Hand schütteln. Die kommunistische Zentralwirtschaft ist es nicht, das aktuelle westliche System auch nicht, und auch nicht das chinesische Hybrid. Am ehesten noch das theoretische Ausgangsmodell des Pager Frühlings, das vielleicht als optimierte Mischung aus freiheitlichem Sozialismus und sozialer Marktwirtschaft beschrieben werden kann. Die sowjetischen Panzer haben es niedergewalzt, der Westen musste um des Friedens Willen tatenlos zusehen, vermutlich aber auch nicht ohne klammheimliches Wohlwollen. Denn das Prager Modell hätte sich auch als Alternative zum westlichen System mausern können...

Es gibt derzeit jedenfalls keine öffentlich erkennbare geistige Auseinandersetzung über die Entwicklung eines besseren politischen und wirtschaftlichen Systems. Das bestehende System ist zur optimalen Konstante erhoben worden, Begriffe wie "Freiheit", "Wachstum", "Rechtsstaat" werden wie vergilbende Plakatierungen verwendet.

Hayeks Model wäre nur realisierbar gewesen, wenn die Trennung von Staat und Wirtschaft und überhaupt: die Gewaltenteilung funktioniert. Wenn sie nicht funktioniert - oder nicht funktionieren kann, was dann? Dann ist es das System, in dem wir leben.
 
Allerdings will ich hier an dieser Stelle meinen Schuldanteil nicht verschweigen - ein Anteil, der mich sehr belastet, besonders deswegen, weil damit die Familie mit in dieses Elend gezogen wurde. Insbesondere die Kinder - sie mussten unter gesundheitsschädlichen Bedingungen aufwachsen, zum Beispiel die mit Schimmelsporen vergiftete Luft. Und es bestand auch Lebensgefahr, siehe zum Beispiel "Fotorevue" Bild 36 und Text. Der vermeintliche "Architekt" hatte vor Baubeginn gebeten, dass ich ihm "Vertretungsvollmacht" erteile, das würde vieles erleichtern... Damit erleichterte ich selber aber dem angeblichen "Architekten" Reinhard Klinge die Möglichkeit, alle Möglichkeiten des Betrugs auszuschöpfen. Wobei natürlich zugleich klar ist, dass mit dieser "Erleichterung" nicht gemeint war, dass zum Beispiel die drei Überwachungsbesuche des Prüfstatikers ohne mein Wissen und Beisein stattfinden.  Ich hatte allenfalls an einen Gang zur Behörde gedacht, wegen irgendeiner Auskunft und Ähnliches, aber nicht an einen Ausschluss bei Besichtigungen und Prüfungen am Haus selber. Das war klarer Missbrauch der Vollmacht, und der vermeintliche "Architekt" konnte den Prüfstatiker mit falschen Angaben und Lügen zumüllen.

Ich war also ziemlich naiv, hätte das Schlimmste verhindern können. Dennoch bleiben die oben getroffenen Aussagen zur so genannten "Deregulierung" gültig. Dass ein Laie beim Bau Fehler macht, muss ebenso einkalkuliert werden wie mögliche Betrugsabsichten durch die Ausführenden des Bauwerks. Und außerdem: Wenn ich einen Fehler mache, darf ja deswegen nicht eine ganze Familie unter Baumängeln leiden und in Lebensgefahr geraten.  "Baufreiheit" dieser Art kann  immer nur Freiräume für Kriminelle meinen...

Wie meine Strafanzeigen abgewimmelt wurden, kann man in der "Dokumentenrevue" erkunden. Die letzte "Begründung" der Staatsanwaltschaft Berlin, als ich den betrügerischen Komplott zwischen Baufirma und "Architekt" gut belegen konnte: "Verjährung" - was in Anbetracht  zahlreicher Anzeigen seit 2005 nicht sein kann. Auch ein Widerspruch zur Staatsanwaltschaft Potsdam: Die hatte nämlich vor Jahren erklärt, strafrechtliche Ermittlungen seien erst sinnvoll, wenn die zivilrechtlichen Ermittlungen und Verfahren abgeschlossen seien... Na ja, und die sind noch nicht abgeschlossen! Aber auch die Vorgehensweise der Potsdamer Staatsanwaltschaft ist nicht angemessen. Erstens dauern die zivilrechtlichen Verfahren viel zu lange, jetzt, 2017, sind 15 Jahre seit Einzug in das Haus vergangen. Allein die Dauer des Verfahrens verletzt die Normen der Europäischen Menschenrechtskonvention. Und die ganzen 15 Jahre lang wirkt ja die "Körperverletzung" - jeden Tag aufs neue. Die Kinder sind mit vergifteter Luft aufgewachsen. Da schaut man zu und wartet, bis die Verfahren "abgeschlossen" sind?  Und die werden natürlich nicht abgeschlossen. Bei dem Skandal mit den mit Gift verseuchten Eiern "begründeten" die Behörden in den Niederlanden und Belgien die Tatsache, dass sie ihre Erkenntnisse nicht weitergaben, mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. In der Zwischenzeit wurden Millionen vergiftete Eier übers Land verteilt... Der Kapitalismus setzt offenbar Verstand und Moral außer Kraft, diese mächtige Konstante hat Hayek übersehen. Offenbar war es wieder so, dass es zwischen Behörden und der eierlegenden Firma "Kontakte" im dobrindtschen Sinne gab: Man wollte schlicht und einfach die betroffenen Firmen "schützen" und nahm in Kauf, das tausende Menschen gesundheitliche Schäden erlitten. Allerdings mischt neben der Skrupellosigkeit auch Dummheit mit, denn kann den so ein millionenfaches Ding unentdeckt bleiben? Oder doch keine Dummheit? Bei der Betrugssoftware war die Dimension ja noch größer... Das System ist einfach so, dass für Wirtschaftskriminelle die Risiken sehr gering gehalten werden. Offiziell kann man nicht die gesetzlichen Grenzen für Betrug und andere Taten nicht ausweiten. Aber die Täter können die Grenzen, die ihnen für ihre Skrupellosigkeit gesetzt werden, ausloten, und zwar, wie gesagt, ohne dabei große Risiken einzugehen. Geht es schief, entstehen zwar Verluste, aber offensichtlich ist es so, dass letztlich im großen Durchschnitt die schmutzigen Gewinne höher sind als die Verluste...

Und hier kommt die "Systemfrage" ins Spiel.  Diese gerade beschriebene Tatsache bewirkt, dass diejenigen, die sich unredlich bis kriminell verhalten, immer mehr in Vorteil gegenüber den redlich arbeitenden Firmen geraten. Es gibt sicher auch "Gegenbewegungen", gute Qualität kann sich herumsprechen, aber insgesamt bekommen die negativen Elemente immer mehr Gewicht. Über Jahrzehnte gesehen ist das auch nicht zu übersehen. Bei den deutschen Autokonzernen machten alle mit, ALLE. Ehrlichkeit und gute Qualität hätte ja vielleicht ein Argument im Wettbewerb sein können...? Ehrlichkeit ist was für Dumme. Wenn du beim Betrug nicht mitmachst, bist du der Dumme. Und der Betrug heißt nicht Betrug. Der Betrug wird zum "marktgerechten Verhalten".

Wenn man in diesem System  als Einzelner unter die Räder gerät, zum Beispiel als sogenannter Bau-"Herr" - welche Chance hat man dann überhaupt noch? Es ist für mich eine sehr unangenehme Frage, ich mag sie nicht beantworten.
Beim Bau unseres Hauses war es jedenfalls so, dass sich alle "marktgerecht" verhalten haben. Dass der "Architekt" nicht sauber war, konnte, mindestens nach einer gewissen Zeit, nicht übersehen werden. Es war offensichtlich, dass er als Betrüger arbeitete, und so machten sie bereitwillig mit, sie profitierten ja davon, ein Geben und Nehmen, zwar immer auf Kosten der Opfer, und wenn schon... Bei nur geringer staatlicher Kontrolle, wie schon oben beschrieben, wäre das Lügen- und Betrugsgebäude "zusammengebrochen". Aber das liegt eben auch nicht im Interesse des "Staates", hier sogar ganz offensichtlich nicht: Die von mir (auf "Ratschlag" des betrügerischen "Architekten") beauftragte Baufirma Schmohl + Sohn weist auf ihrer Internetseite den Berliner Senat als "bedeutenden Kunden" aus, desgleichen die meisten Berliner Bezirksämter. Man kennt sich, dobrindtsche "Kontakte"...

Die Zeitdauer des Verfahrens, in Verbindung mit den seelischen, körperlichen und sozialen Beschädigungen, verletzt die Regeln der europäischen Menschenrechtskonvention, die in solchen Fällen auch einen „systemischen Verstoß“ sieht, zumal es noch nicht einmal die Möglichkeit einer rechtswirksamen Verzögerungsrüge gibt. Daher kann man sich rechtswirksam bei der Menschenrechtskonvention erst beschweren, wenn die überlangen Verfahren abgeschlossen sind... Schon von der rechtlichen Logik her gesehen ist es somit theoretisch möglich, politische Justiz durch endlose Dehnung des Rechts auszuüben, oder genauer gesagt: durch endloses Dehnen von Unrecht...  Die Menschenverachtung, die Brutalität eines solchen Vorgehens, ist nicht unmittelbar erkennbar. Einen Tag kann man warten, zehn oder hundert auch... Dann werden es 1000 Tage, 5000 Tage, 6000, 7000... Dieser sanfte, smarte Terror zugunsten einer Klasse, oder einer kriminellen Clique oder einer mafiosen Struktur reiht einfach nur Tage aneinander, wie eine Perlenkette. Eine Perlenkette für jene, für die "der Staat"  das Recht manipuliert. Ein Terror, der ohne Blut auskommt - der "nur" die Opfer langsam zermürbt. Ein langer, lebenslanger Weg in die Knechtschaft... Es ist auch der Weg in eine immer enger werdende Enge, in der nur noch zwei Extreme übrig bleiben: Die absolute Aggression - oder die absolute Depression. Oder der Tod. Jedenfalls kein Leben mehr...