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"Bauen ist immer auch öffentlich" Zitat hier

 

Hier auf diesen Seiten erfährt man, was beim Hausbau alles schieflaufen kann. Das Fazit vorweg: ziemlich ALLES...

Für Bauherren ist es aber erst einmal wichtig, sich vor Baubeginn in eine Lage zu bringen, die ihn befähigt, Übersicht zu bekommen, was vor und während des Bauens (oder Kauf eines Hauses) zu beachten ist - damit das neue Haus die Träume erfüllt und nicht zum lebenslangen Albtraum  wird...
Hier der Link zu der Seite von Marcel Ziegler,  auf der er ein kostenloses E-Book zum Download anbietet,  Titel::  Haus bauen/kaufen        Der Link:  http://www.immobilienspot.com/thema/architektenhaus

Hier allerdings ist das Kind schon in den Brunnen gefallen... Ein Albtraum-Musterhaus... . 

 

15 Jahre Gelbes Elend... *

Schnappschuss aus dem Jahre 2002: Die Ratten haben  gerade das sinkende Schiff verlassen...     
                    


Rechtsdehnung gleich Rechtsbeugung

 

Am 15. Februar 2017 ging ich nachmittags im Gebiet der ehemaligen Rieselfelder spazieren. Plötzlich begann ich stark zu schwanken. Ok, kann mal passieren. Aber es hörte nicht auf.  Schließlich umarmte ich eine Birke und blieb dort erst einmal hängen... Ein paar Minuten später kamen zwei Frauen vorbei, die dafür sorgten, dass ein Rettungswagen kam... In der Klinik wurde ich sofort erst einmal durchgecheckt, das war etwa gegen 16 Uhr.  Ein akuter Notfall war ich nicht (mehr), aber am Ende musste ich acht Stunden in der Klinik herumhängen, bis ich mich entscheiden konnte, nach Hause zu gehen. Aber in diesen acht Stunden hatte ich trotzdem das Gefühl, das nimmt seinen geordneten Lauf, ich werde nicht "links liegen gelassen". Einmal kam eine Schwester und sagte, es seien drei akute Notfälle reingekommen...  Gegen 23 Uhr untersuchte mich die Neurologin sehr gründlich. Ich fühlte mich wirklich gut aufgeklärt. Gegen 23.30 Uhr war sie fertig. Dann wartete ich noch auf die Fertigstellung der Papiere für die Hausärztin. Um 24 Uhr verließ ich die Klinik...

Warum ich das schildere? Weil mir in den Sinn kam, diese acht Stunden "Wartezeit" mit der Wartezeit von - bisher - 15 Jahren in Beziehung zu setzen, die die Verfahren um unser Haus bisher gedauert haben. Die 2001/02 gebaute Schrottimmobilie hat Baumängel, die das Leben der Hausbewohner stark in Mitleidenschaft ziehen (eindringendes Wasser, Schimmelbildung, Kälte). Außerdem bekomme ich  im Laufe so vieler Prozessjahre mehr und mehr das Gefühl brutaler Ohnmacht, was wiederum Rückwirkungen auf mein  Leben hat.  Die Ohnmacht in diesem System, dieses Ausgeliefert-Sein in kriminelle Strukturen, raubt irgendwann die Sinne und man kann nur noch herumtorkeln...

Also ich setze - ähnlich wie in einer Gleichung - die acht Klinikstunden mit den 15 Jahren Hausprozess in Beziehung. Wobei klar ist: es ist ein gedankliches Spiel und kein exakt mathematisches Verfahren. 

Würde man sich in Politik und Justiz bei Opfern von Baukriminalität so verhalten wie die Klinik, dann würden innerhalb eines Jahres die Mängel eines Hauses sowie die Fehlerursache bei der Bauausführung bis hin zu eventuellem kriminellen Handlungen ermittelt sein. Innerhalb von vielleicht drei Jahren müsste dann für die Bauherrenfamilie alles geregelt sein. Wobei es - wie in der Klinik - auch noch Schnellverfahren geben würde: dringende Notfälle, die zuerst erledigt werden müssten. Unser Haus wäre so ein Fall... gewesen...  Eine Vertreterin des Gesundheitsamtes hatte im Sommer 2005 erklärt, das Haus sei "eigentlich" unbewohnbar: unter anderem hatte sie diese Pilzmycele im Kellerwasser schwimmen sehen (Fotorevue, Seite 14, Bild 34) - und sie hat sicher auch den Schimmel gerochen. Und sie hat auch von den zwei Kindern gewusst... Das wurde alles gesehen - und abgeblockt: Sie werde keine schriftliche Erklärung dazu verfassen, denn sonst müssten wir ja raus aus dem Haus - und wo sollten wir dann hin? Der Fall wurde also nicht als Notfall beschleunigt behandelt - im Gegenteil, die meisten Beteiligten/Verursacher der Misere taten alles, um endlos Zeit herauszuschinden.

Baumängel können gesundheitsschädlich sein, sie können das Wohnen auch lebensgefährlich machen - und nicht immer so "leicht" zu beseitigen wie ein im Kellerwasser einfach liegen gelassenes Starkstromkabel, siehe Fotorevue, Seite 15, Bild 36. Solche Gefahren zu verhindern oder zu beseitigen, kann nicht davon abhängen, dass die Opfer einen guten und unbestechlichen Anwalt finden und bezahlen können. So müsste kraft Gesetz  festgelegt werden, dass Baumängel innerhalb eines Jahres beseitigt werden müssen, bei gesundheitlichen Gefährdungen müssten noch Verschärfungen greifen. Danach müssten pro Tag und pro Person monatlich Ausgleichszahlungen erfolgen, die im Laufe der Zeit immer weiter erhöht werden.  Ich will das nicht weiter ausmalen, es ist aber klar, unter solchen Bedingungen würden Baukriminelle schnell die Lust am Pfusch verlieren... Das wäre dann Teil eines Systems, das in der Welt als Vorbild dienen könnte...  Und wenn die Täter finanziell Pleite gehen, muss der Staat einspringen. Grund: Die  zunehmende Deregulierung, die angeblich den Freiheitsraum der Bürger erhöht, in Wahrheit aber nur Freiräume für Kriminelle schafft.

So erklärte der ehemalige Vorsitzende des Petitionsausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Hillenberg, SPD, von Beruf Baulöwe, in einem Schreiben vom 24. September 2009 an mich unter anderem:  
 "Die Bauordnung für Berlin (BauOBin) vom 29. September 2005, zuletzt geändert am 7. Juni 2007, reduziert den Regelumfang und die Regeldichte im Bauordnungsrecht. Sie verfolgt das Ziel, den Bürgerinnen und Bürgern mehr Freiräume zu geben, die Bürokratie zu verringern und durch die wesentliche Reduktion der Genehmigungsverfahren die Verwaltung von unnötigen Vollzugsausgaben zu entlasten." (Geschäftszeichen der Petition: 4995/16) 

- Zynismus pur, wobei, nebenbei gesagt, unser Haus zeitlich vor dieser "Bauordnung" gebaut wurde. Bei unserem Haus wurden die "Deregulierungen" vorweg genommen, jene von 2005 und 2007 und alle, die noch kommen werden... Die erlittenen Schäden hat letztlich der Staat  (mit) zu verantworten, denn Aufgabe von Staat und Justiz ist es, die Bürger vor Kriminellen zu schützen - nicht aber, die Bürger an die Mafia auszuliefern. Die großen Baukatastrophen wie zum Beispiel "Stuttgart 21" oder der  Berliner Flughafen sind aber offenbar nicht Folge neuer Bauordnungen. Denn seit Jahrzehnten verdient sich die Baumafia an Fehlplanungen und der zeitlichen Dehnung von Großprojekten, den (gegenüber den angesetzten "Planungen") unglaublichen Kostensteigerungen eine goldene Nase... Die Süddeutsche Zeitung hat am 2. August 2011 hierzu einen bemerkenswerten Artikel veröffentlicht,
siehe hier: http://www.sueddeutsche.de/politik/ueberteuerte-grossprojekte-auf-luegen-errichtet-1.1127004 .  Zitat: "Offensichtlich haben mehrere Generationen von Projektmanagern nichts dazugelernt - ...  Die systematische Unterschätzung von Kosten zahlt sich aus, und zwar für denjenigen, der daran verdient." Auch Buchautoren setzen sich mit dem Thema auseinander, Infos zum Beispiel hier: https://www.bauwesen.co/bauunwesen/kapitel-4-staats-bau-unwesen  (kopiert im Februar 2017). Grundlage ist das Buch "Deutsches BauUnwesen - Eine staatlich verordnete Misswirtschaft" von Bernd Lauber, Hans Kranz, Bernd Hanke. Zitat aus der gerade erwähnten Internetseite:

"Für das Kapitel 3 habe ich Menschen in der Schweiz, in Hongkong und in Singapur getroffen und befragt. Sie wollten wissen, wofür meine Recherchen denn seien. Es war sehr schwer, ihnen das zu vermitteln. Die Tatsache, dass der Exportweltmeister und wirtschaftliche Musterknabe seine öffentlichen Bauprojekte nicht meistert, passte einfach nicht in das Bild meiner Gesprächspartner von Deutschland. Das muss ein anderes Land sein, das seinen Reichtum und die Arbeit seiner Bürger in sinnlosen und ausufernden Bauprojekten verschwendet. Oder zumindest nur ein Teil von Deutschland, der derartige grundlegende Fehlkonstellationen wie ein BauUnwesen hat. Dieser Teil ist eine Art Absurdistan auf deutschem Boden. Was bei uns in Deutschland läuft, ist für Außenstehende völlig absurd. Wir haben uns daran gewöhnt, sind heimisch geworden in diesem Absurdistan. Das Tückische daran ist die Expansionskraft von Absurdistan."

Hamburgs Rechnungshof hat vor Jahren die Frage bearbeitet: Warum werden gerade bei öffentlichen Großprojekten die Kosten so oft unterschätzt? Die Antworten wurde in einem 78-seitigen Gutachten zusammengefasst. Es zeichnet ein für Politik und Verwaltung beschämendes Bild: Bei den 104 Projekten, mit denen sich die Rechnungsprüfer zwischen 1989 und 2009 in ihren Jahresberichten befasst hatten, rügten sie 368 Mängel. Ein Großteil der Fehler wird demnach bereits zu Beginn gemacht: „Schlecht geplant heißt teuer gebaut", lautet ein Fazit der Rechnungsprüfer. Alleine überzogene Standards haben Mehrkosten von zig Millionen Euro verursacht - bei mehr Sparsamkeit und einer besseren Aufsicht wäre dies vermeidbar gewesen. Aha, bessere Aufsicht! Wie lautete die Antwort an mich von dem Berliner Abgeordnetenhaus?   "Die Bauordnung für Berlin... verfolgt das Ziel, den Bürgerinnen und Bürgern mehr Freiräume zu geben, die Bürokratie zu verringern und...  die Verwaltung von unnötigen Vollzugsausgaben zu entlasten." Es ist anzunehmen, dass "der Staat" - in korrupter Vereinigung mit der Baumafia - sich selbst auch mehr "Freiheit" verordnet hat, sprich weniger Kontrolle. Da spart man - um so auf der anderen Seite das tausendfache an Kosten (=Gewinne für die Mafia) zu erzeugen. Und noch ein Wort zu den erwähnten "überzogenen Standards"... Spricht das nicht für hohe Qualität? Nun, die Erfahrung im "Kleinen", unser Haus: Die mit 17000 DM veranschlagte Kellerabdichtung in Form einer schwarzen Wanne wurde einfach weggelassen, dafür eine den Regeln der Technik nicht entsprechende (also minderwertige) " Abdichtung mit (zusätzlich!) etwa 4000 DM verrechnet (die 17000 DM waren in anderen Positionen versteckt). Diese minderwertige Abdichtung wurde aber auch als Schrott gefertigt, praktisch nur ein schwarzer Anstrich der Kellerwand, Kosten so etwa 1000 DM. Also etwa 20.000 DM überzahlt, dafür Wasser, Wasser und nochmals Wasser im Keller. Schließlich wurden noch 1000 DM draufgeschlagen. Begründung: "gehobener Standard". Ich bezweifle, dass der Rechnungshof geprüft hat, ob die "überzogenen Standards" tatsächlich ausgeführt wurden. Nach meiner Erfahrung gehören Begriffe wie "gehobener Standard"  in diesem Milieu zu den Tricks, Betrug mit schönen Begriffen zu verkleiden. 

Die "Deregulierung" gehört zu den politischen Maßnahmen, dieses schon lange bestehende Betrugssystem zu legalisieren. Die Korruption verläuft in Manchem ganz ähnlich wie beim Bau von Einfamilienhäusern. Es fängt an bei den Ausschreibungen: Die Behörde holt sich verschiedene Angebote ein, wobei (infolge korrupter Beziehungen) von vornherein klar ist, welche Bauunternehmen das Angebot erhält. Dieses Unternehmen macht ein so "günstiges" Angebot, das keine seriös arbeitende Firma unterbieten kann... Das ist der Beginn der Baukatastrophe. Die Verträge sind so gestaltet, das beliebige Kostensteigerungen möglich sind. Oder die Bedingungen sind so, dass immer wieder Änderungen "notwendig" werden. Das Schöne (oder eher: Das Hässliche) daran ist: Man muss eine sich elendig hinziehende Baukatastrophe nicht planen. Es reicht, einfach weniger zu planen, Schlampereien billigend in Kauf zu nehmen usw.: Da beginnt schon das betrügerische (und als "Betrug nicht nachweisbare) "Einsparen": Der vereinbarte und dann immer wieder erhöhte Preis reflektiert ja offiziell normale, gute Qualität...

Die Person, die ich in meiner Naivität als "Architekt" beauftragt hatte, den Betrüger Reinhard Klinge aus Potsdam, versteht nichts vom Bauen, aber er ist ausgestattet mit den Techniken, die Psychopathen relativ erfolgreich machen, und mit den Techniken, die die Baumafia anwendet. Auch ich bekam beim Bau des Hauses immer die "günstigsten" Angebote... Der Betrug lief in der Regel aber nicht über Kostensteigerungen (private Bauherren sind ja finanziell meist auch nicht so flexibel wie der "Steuerzahler") - bei uns lief es meist über immer weiter runtergesetzte "Qualität", am Ende mussten wir in eine gesundheitsschädliche und auch gefahrenvolle Schrottimmobilie ziehen. "Dagegen" gibt es "Rechtsmittel" - die freilich über Jahrzehnte gedehnt werden können. In diesem Punkt wird der Berliner Flughafen allerdings nicht mithalten können...

Natürlich habe ich damals, einige Wochen nach Baubeginn auch gemerkt, dass da etwas nicht stimmt. Falsch gesetztes Mauerwerk - und gleich nach Fertigstellung des Rohbaues stand Wasser im Keller und anderes mehr. Es kamen Fragen auf... Man kann das Verhalten des falschen Architekten und der Baumafia durchaus mit Strategien vergleichen, die in der Machtpolitik und im Krieg angewandt werden, zum Beispiel das (zeitweise) Vorgehen Russlands in der Ukraine. Ein  ständiges Taktieren: "Es handelt sich um eine innerukrainische Angelegenheit..."; es wird Friedenswille demonstriert, ein Waffenstillstand abgeschlossen, Zusicherungen gemacht... Ein paar Wochen später ist das alles Makulatur, und das Spiel beginnt von Neuem. Es läuft alles unter der Schwelle eines richtigen Krieges, eine langsame Zersetzung des Opfers...

 Zu den fiesen Methoden der Baukriminellen gehört es auch, sich scheinbar als Helfer in der eigens geschaffenen Misere auszugeben.

"Ja, es sind Probleme, aber wir lassen Sie nicht im Stich..." "Wir müssen das jetzt so machen. Sehen Sie, wenn sie jetzt klagen, da haben Sie noch in zehn Jahren das Wasser im Keller..." (Originaltöne des falschen Architekten)

 Hier droht also nicht das Opfer mit einer Klage, sondern die Täter können es sich leisten, dem Opfer vor Augen zu halten, dass das Liebäugeln mit dem Rechtsweg ins Elend führt. Und die Opfer wissen, der Rechtsweg ist ein Spießrutenlaufen - und sie hoffen in dem Moment, es ist erst einmal besser, auf die Vorschläge zur "Sanierung" einzugehen, um dann später zu merken: Es ging wieder nur um Betrug, Zeitgewinn...

Im ARD lief am 6. September 2015 ein "Tatort": Ihr werdet gerichtet  Hier wurde immerhin einmal, wenn auch unverbindlich "versteckt"  in einem Krimi,  ein Problem dieses "Rechtsstaates" thematisiert: Dass die Justiz unverhohlen Sympathie für bestimmte Gruppen von Kriminellen zeigt. Eine Methode, um die Opfer von Verbrechen zu zermürben und zu zerstören, ist, die Verfahren  (immer zugunsten der Täter) endlos in die Länge zu ziehen. Schon die Kriegsverbrecher konnten diese Wohltat genießen. Wenn es denn nach vielen Jahren zu einem Urteil kam, mussten die Täter aus Altersgründen nicht mehr in den Knast.  In dem gerade erwähnten Krimi war es unter anderem ein Vergewaltiger, dem die Justiz innig nahe stand, so dass das Opfer bereits fünf Jahre auf das Verfahren wartete - oder auch nicht mehr wartete...

Ich warte hier mitsamt der Familie seit 2002 auf einen gerichtlichen Ausgleich der erlittenen Schäden. Vielleicht kann man auch "seit 2005" sagen, weil ich in den ersten Jahren nichts unternommen habe. Ich stand unter Schock... Die zivilrechtliche Aufarbeitung wurde viele Jahre durch Korruption untergraben... 2012 gewann ich wenigstens das abgetrennte Verfahren "Kellersanierung". Es gab Geld, aber eine Sanierung schien mir nicht möglich und sinnvoll, weil die offensichtlichen statischen Probleme nicht gelöst waren. Erst im November 2015 ging es weiter... Es gab verschiedene Gutachtertermine, im Januar 2017 sollte eine Anhörung dazu stattfinden, die fiel aber erst einmal aus... Nachdem der größte Teil meines "Lebensabends"  verflossen ist... nachdem die beiden Kinder in dieser gesundheitsschädlichen Atmosphäre aufgewachsen sind... Wie viel Hoffnung kann man da noch haben? Dabei kann hier selbst der blutigste Laie nicht übersehen, dass nicht bloß "Fehler" gemacht wurden, sondern kriminelle Handlungen vorliegen. Die Staatsanwaltschaft jedoch scheint sich (das belegen die Unterlagen in der Dokumentenrevue) grundsätzlich nicht für kriminelle Handlungen beim Bau zu interessieren. Und ob sich einer gesetzeswidrig "Architekt" nennt, obwohl er dies nicht tun dürfte, interessiert die Staatsanwaltschaft auch nicht. Würde man im Ausland die Probleme mit der Justiz erwähnen, so würde es mit Sicherheit die gleiche Verwunderung auslösen und nicht in das Bild der Gesprächspartner passen, wie in dem oben erwähnten Buch  "Deutsches BauUnwesen..." Das Gefasel der Politiker im Ausland vom Rechtsstaat ist (vor allem im Vergleich mit so vielen Terror-Regimen in der Welt) "gute" Propaganda. Die hohe und öffentlichkeitswirksame Qualität der Rechtsprechung der höchsten deutschen Gerichte stützt natürlich die These vom "Rechtsstaat". Nicht völlig zu Unrecht. Das Problem ist nur: Diese höchsten Gerichte sind nur über lange, steige Wege zu erreichen - und erreicht man sie, hat man kein Fleisch mehr auf den Knochen. Jedenfalls die Opfer nicht.

Die oben erwähnten acht Klinikstunden kann man auch umgekehrt mit den 15 Jahren Hausprozess in Beziehung setzen. Würde die Klinik sich so verhalten wie die Politik und Justiz bei Baukriminalität, dann würden bestimmte Personen, die in die Klinik eingeliefert werden, erst einmal - egal ob Notfall oder nicht - wochenlang herumliegen, bis sich jemand um sie kümmert - oder so tut... Letztlich wäre es auch nicht schwer, bestimmte Personen einfach so lange herumliegen zu lassen, bis sie krepieren. Es ist nicht ein System, das Recht bzw. (um im Vergleich zu bleiben) den hippokratischen Eid (bzw. das Genfer Ärztegelöbnis) direkt bricht. Es ist ein System, dass das Recht (bzw. den Eid) dehnt, und zwar so lange, bis es ganz, ganz dünn wird und reißt. Rechtsdehnung ist gleich Rechtsbeugung. Die Dehnung medizinischer - und auch juristischer - Handlungen ist gleich Mord. Am Ende werden den Opfern alle Träume genommen, ihnen bleibt am Ende nur der Tod. Ganz oben in der Klinik, sitzt ein sehr guter Chefarzt. Was er tut, was er erreicht, wird aller Welt gezeigt. Aber dort kommen nur wenige hin. Die meisten bleiben als Leichen in den unteren Etagen hängen. Die Täter sitzen in gemütlichen, trockenen und warmen Wohnungen. 

Hier noch zwei  Ergänzungen, herübergeholt aus meiner alten Internetseite. Erstens: meine Sicht zu Stuttgart21; zweitens: ein typischer Fall Bau-Korruption in Berlin, hier kein Neubau, sondern DDR-Altbau, der Tränenpalast, der Grenzübergang zu DDR-Zeiten am S-Bahnhof Friedrichstraße, auch heute noch zum Weinen... Vieles kann man im Internet recherchieren. Hier als Beispiel ein Bericht der Berliner Zeitung vom 17. August 2011. Teil der Überschrift: "Berliner Geschenke". Der Begriff  "Korruption" wird nirgendwo verwendet, aber aus allen Ritzen riecht es danach... Es geht da auch um den Unternehmer aus Hamburg, der sich in Berlin die besten Immobilien unter den Nagel reißen darf. Zitat aus dem Zeitungsartikel: "Bald wurde klar, warum Müller¬Spreer das Denkmal [den Tränenpalast] wollte: Es war schon vor dem Verkauf 2006 Teil des Berliner Gedenkstättenkonzeptes geworden. Ein sicheres Geschäft, denn natürlich muss die öffentliche Hand die Gedenkstätte betreiben. So wurde es gemacht. Müller-Spreer kaufte den Tränenpalast [für 915 000 Euro]  und vermietet nun an das Haus der Geschichte Bonn: für 300.000 Euro jährlich."  Nach drei Jahren hatte  "Der Mann, über den der frühere Senatsbaudirektor Stimmann 2001 vermerkt hatte:`Wir haben es hier mit einem Spekulanten schlimmster Art zu tun´"  den Kapitaleinsatz wieder in der Tasche, seitdem  aber Jahr für Jahr 300.000 Euro als "Berliner Geschenk"... Und der Vertrag läuft  über 20 Jahre, erst einmal... Macht dann schlappe sechs Millionen Euro - nur für dieses eine krumme Geschäft. "Das zynische Grenzregime der DDR" und das zynische Regime der Berliner Korruption geben sich sogar an den geschichtsträchtigsten Orten Berlins die Hand... Es ist was faul im Staate ... Berlin.